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Bayerische Gleichstellungsförderung (BGF)

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Allgemeine Informationen und Richtlinien zur Bewerbung

Zielsetzung

Um die Anstrengungen zur Realisierung der Chancengleichheit in Forschung und Lehre zu intensivieren, stellt der Freistaat Bayern seit 2008 Landesmittel zur Verfügung. Ziele der Förderung sind die Verstärkung der Anteile von Frauen in allen wissenschaftlichen Qualifizierungsstufen ab der Postdoc-Phase und bei den jeweiligen Abschlüssen sowie insbesondere die Erhöhung der Zahl von Frauen in Führungspositionen in Einrichtungen der Forschung und Lehre, vor allem auf Professuren.

Vgl. Evaluation 2008 bis 2013

Vgl. Evaluation 2008 bis 2017 (bayernweit)

Bewerbung und Bewerbungsfrist

Die Ausschreibung erfolgt einmal pro Jahr. Für die Bewerbungsphase 2021 gilt Folgendes: Die Bewerbung erfolgt über ein Online-Bewerbungsportal. Der Bewerbungszeitraum erstreckt sich vom 25.01.2021 bis 17.03.2021. Das Online-Bewerbungsportal schließt am 17.03.2021 um 12:00 Uhr mittags.

Stipendienlaufzeit

Die Stipendienlaufzeit beträgt maximal zwölf Monate und beginnt für Erstanträge am 01.10.2021 und für Folgeanträge unmittelbar im Anschluss an die vorhergehende Förderung. Die Ausschreibung für 2021 steht unter striktem Haushaltsvorbehalt.

Antragsberechtigung

Antragsberechtigt sind alle promovierten Nachwuchswissenschaftlerinnen der LMU, die zum Zeitpunkt der Antragstellung mindestens schon 6 Monate an der LMU wissenschaftlich gearbeitet haben und bis zum Ende des Förderzeitraumes entweder einen Arbeitsvertrag an der LMU haben oder – ohne Vertrag – eine enge Anbindung an die LMU schriftlich nachweisen können (z.B. Arbeits-/Laborplatz); vergleiche detaillierte Informationen zu den Stipendienarten.

Art und Umfang der Förderung

An der LMU können aus den BGF-Mitteln die folgenden Stipendien für maximal zwölf Monate entweder als 100%-Stipendium oder als 50%-Stipendium beantragt werden:

Stipendien für Postdoktorandinnen

Für promovierte Wissenschaftlerinnen der LMU, deren Promotion in der Regel mit mindestens magna cum laude abgeschlossen ist. Außerdem darf die Dauer der Promotion in der Regel 4 Jahre nicht überschritten haben. Das Postdoc-Stipendium ist vor allem für fortgeschrittene Postdoktorandinnen gedacht.
Höhe des Stipendiums: 2.200 Euro pro Monat.

Vergleichen Sie die detaillierten Informationen zum Stipendium für Postdoktorandinnen.

Habilitationsstipendien

Für Nachwuchswissenschaftlerinnen der LMU, die eine Habilitation an der LMU anstreben.
Höhe des Stipendiums: 2.600 Euro pro Monat. 

Vergleichen Sie die detaillierten Informationen zum Habilitationsstipendium.

Stipendien für den exzellenten wissenschaftlichen Nachwuchs

Für Nachwuchswissenschaftlerinnen der LMU, auf die eines der folgenden Kriterien zutrifft:

  • Habilitationsschrift positiv bewertet
  • bereits habilitiert
  • auf einer Juniorprofessur erfolgreich evaluiert

Höhe des Stipendiums: 3.000 Euro pro Monat. 

Vergleichen Sie die detaillierten Informationen zum Stipendium für den exzellenten wissenschaftlichen Nachwuchs.

Stipendienumfang

  • Die Festlegung bei Antragstellung auf ein 50%- oder 100%-Stipendium ist verbindlich
  • Die Umwandlung eines laufenden 100%-Stipendiums in ein 50%-Stipendium ist nur in besonderen persönlichen Ausnahmesituationen (z.B. Schwangerschaft) möglich

Bitte nehmen Sie dazu umgehend Kontakt mit der Universitätsfrauenbeauftragten auf. Jede Änderung der Stipendienlaufzeit steht unter striktem Haushaltsvorbehalt.

Ausschluss von Doppelförderungen und Nebentätigkeiten

  • BGF-Stipendien sind für den Lebensunterhalt bestimmt und dürfen nicht dazu dienen, Stipendien anderer Geber oder Einkünfte aus einer Berufstätigkeit aufzubessern. 50%-Stipendien bei vorhandener 50%-Beschäftigung können daher nur in besonderen persönlichen Situationen und mit entsprechender Begründung beantragt werden. Hierbei ist insbesondere nachvollziehbar darzulegen, auf welche Weise die Stipendienmittel das Erreichen des Karriereziels beschleunigen und fördern sollen.
  • Grundsätzlich haben die geförderten Nachwuchswissenschaftlerinnen ihre gesamte Arbeitskraft für ihr durch das Stipendium geförderte wissenschaftliche Vorhaben einzusetzen.
  • Eine Nebentätigkeit ist grundsätzlich ausgeschlossen. Ausnahmen müssen von der Universitätsfrauenbeauftragten genehmigt werden; ggf. erfolgt eine Kürzung der Stipendienrate.

Kinderzulage

Zu den monatlichen Stipendienraten wird für Kinder bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres eine Kinderzulage gewährt:

  • 200 Euro für ein Kind
  • 100 Euro für jedes weitere Kind

Für während des Förderzeitraumes geborene Kinder erfolgt die Zahlung ab dem Geburtsmonat.

Mutterschutz

  • Weiterbezahlung des Stipendiums während des Mutterschutzes, der in die reguläre Stipendienlaufzeit fällt
  • Auf Antrag Verlängerung um die Zeiten des Mutterschutzes, die in die reguläre Stipendienlaufzeit fallen; Anträge sind spätestens drei Monate vor Antritt des Mutterschutzes bei der Universitätsfrauenbeauftragten einzureichen

Elternzeit

  • Bewerbungen während der Elternzeit sind nur möglich, wenn die Elternzeit spätestens zum Beginn des Stipendiums beendet ist
  • Unterbrechung eines 100%- oder 50%-Stipendiums während der gesamten Elternzeit
  • Wiederaufnahme eines 100%- oder 50%-Stipendiums für die Restlaufzeit nach Beendigung der Elternzeit ist möglich, jedoch unter striktem Haushaltsvorbehalt und abhängig von der Dauer der Elternzeit

Sozialversicherung

Stipendien unterliegen nicht der Sozialversicherungspflicht.

  • Stipendien der Bayerischen Gleichstellungsförderung begründen kein Arbeitsverhältnis oder Dienstverhältnis; die Stipendienzahlung ist mit keiner Gegenleistung im Sinne einer Arbeits- oder Dienstleistung verbunden
  • Die Zahlungen sind kein Arbeitsentgelt und unterliegen keiner Sozialversicherungspflicht; das Stipendium umfasst weder Beiträge zur Sozialversicherung noch zur Krankenversicherung
  • Die Versicherung gegen Krankheit obliegt der Stipendiatin selbst

Krankheit

  • Keine Auswirkungen auf die Stipendienzahlungen bei Erkrankungen bis zu 6 Wochen
  • Bei Erkrankungen über 6 Wochen ist dies der Universitätsfrauenbeauftragten unverzüglich anzuzeigen; das Einreichen eines Attestes ist notwendig
  • Gegebenenfalls muss das Stipendium für die Dauer der Krankheit unterbrochen werden, sofern eine Arbeit am Stipendienzweck nicht möglich ist. Es wird im Einzelfall entschieden

Steuer

Die Prüfung der Voraussetzungen der Steuerfreiheit des Stipendiums nach § 3 Nr. 44 EStG erfolgt für den Einzelfall und nur auf Anforderung der Stipendienempfängerin oder des für sie zuständigen Finanzamtes durch das Körperschaftssteueramt des Stipendiengebers. Für die LMU zuständig:

Finanzamt München
Abteilung Körperschaften
Katharina-von-Bora-Str. 4
80333 München

 

Antragstellung

Die Bewerbung erfolgt online. Folgende Dokumente sind als PDF (maximal 5 MB pro Datei) zum Hochladen notwendig. Vergleichen Sie die detaillierten Informationen zu der Sie betreffenden Stipendienart:

  • Unterschriebener, lückenloser (sinnvoll, um ansonsten ungerechtfertigt erscheinende Lücken im wissenschaftlichen Werdegang zu erklären), tabellarischer Lebenslauf
  • Publikationsliste, entsprechend den wissenschaftlichen Gepflogenheiten*1
  • Projektbeschreibung bei Erstantrag (maximal 6 Seiten ohne Literaturverzeichnis; zu verwendende Schrift: Arial 11 oder Times New Roman 12 und Zeilenabstand 1,5)
  • Zwischenbericht bei Folgeantrag
  • Arbeitsvertrag beziehungsweise schriftlicher Nachweis über institutionelle Anbindung für folgenden Zeitraum: mindestens 6 Monate vor Zeitpunkt der Antragstellung bis zum Ende des Förderzeitraumes
  • Bisherige Hochschulabschlusszeugnisse (bei Stipendium für Postdoktorandinnen) und Promotionsurkunde (bei Stipendium für Postdoktorandinnen und Habilitandinnen), Nachweis über begonnene Habilitation (bei Habilitationsstipendium) oder abgeschlossene Habilitation (Stipendium für den exzellenten wissenschaftlichen Nachwuchs)
  • Gegebenenfalls Geburtsurkunden der Kinder

Gutachten zur Antragstellung

Jede Bewerberin benötigt ein internes (LMU) und ein externes (nicht LMU) Gutachten. Diese sind ausschließlich von Professor*innen zu erstellen. Folgende Hinweise sind an die begutachtenden Personen weiterzuleiten:

Frist: Beide Gutachten müssen bis zum 17.03.2021 durch die Gutachter*innen an die Frauenbeauftragte der LMU auf dem Postweg oder per E-Mail verschickt worden sein und können nicht im Bewerbungsportal hochgeladen werden. Die Gutachter*innen werden über den Eingang ihrer Gutachten benachrichtigt.

Um die Vollständigkeit des Antrags zu gewährleisten, sind alle Informationen zu den drei Stipendienarten zwingend zu beachten. Bitte lesen Sie diese Informationen sorgfältig durch. Es werden nur fristgerecht eingereichte und vollständige Anträge berücksichtigt.

Mitwirkungspflicht

Die Stipendiatin ist verpflichtet, jede Änderung gegenüber den Angaben in ihrem Antrag oder der persönlichen Verhältnisse unverzüglich gegenüber der Universitätsfrauen-beauftragten anzuzeigen.

Die Stipendiatin hat folgende Bewerbungskriterien zur Kenntnis genommen:

  • Die Stipendiatin hat sich im Falle der Bewilligung eines 100%-Stipendiums von einer gleichzeitig bestehenden Stelle oder einem gleichzeitig bestehenden Arbeitsvertrag beurlauben und sich von anderen laufenden Stipendien befreien zu lassen.
  • Bei einem Teilzeitarbeitsvertrag (50%) kann ein 50%-Stipendium nur mit besonderer Begründung über die fördernde Wirkung des Stipendiums für die Karriere der Antragstellerin beantragt werden; bei Beurlaubung von dieser halben Stelle ist auch eine Bewerbung um ein 100%-Stipendium möglich. Bei einem Vollzeitarbeitsvertrag (100%) kann bei voller Beurlaubung ein 100%-Stipendium oder, bei Beurlaubung im Umfang von 50%, ein 50%-Stipendium beantragt werden.
  • Elternzeit ist weder mit einem 50%-Stipendium noch mit einem 100%-Stipendium kombinierbar.
  • Bewerbungen um ein Stipendium während der Elternzeit sind nur möglich, wenn die Elternzeit spätestens zum Beginn des Stipendiums beendet ist. Sofern die Elternzeit in die Laufzeit eines 100%- oder 50%-Stipendiums fällt, muss dieses während der gesamten Elternzeit unterbrochen werden. Die Wiederaufnahme eines 100%- oder 50%-Stipendiums für die Restlaufzeit nach Beendigung der Elternzeit ist möglich, jedoch nur unter striktem Haushaltsvorbehalt und abhängig von der Dauer der Elternzeit.
  • Die Kombination eines Stipendiums mit einer Nebentätigkeit ist grundsätzlich ausgeschlossen.
  • Sämtliche bezahlten (Lehr-)Tätigkeiten während des Stipendienbezugs, inklusive Stundenumfang, sind der Universitätsfrauenbeauftragten schriftlich mitzuteilen.
  • Das Stipendium verfällt bei nicht fristgerechtem Antritt.

Die entsprechenden Unterlagen zu all den vorgenannten Sachverhalten sind der Universitätsfrauenbeauftragten in Kopie zuzuleiten.

Abschlussbericht

  • Mit dem Erhalt der Förderung verpflichtet sich die Stipendiatin, spätestens zwei Monate nach Förderungsende einen aussagekräftigen Abschlussbericht vorzulegen.
  • Der Abschlussbericht verlangt die Aufzählung der tatsächlich erbrachten Leistungen entsprechend dem Arbeits- und Zeitplan aus der Antragstellung im gesamten Förderzeitraum. Zudem sollen der Stand der Forschungsarbeit sowie die Ergebnisse deutlich werden.
  • Der Abschlussbericht sollte 3-4 Seiten umfassen und muss unterschrieben sein. Die Zusendung kann postalisch oder digital erfolgen.
  • Vorzulegen ist auch eine kurze Stellungnahme der Betreuungsperson in Form einer inhaltlichen Bewertung der im Abschlussbericht angeführten Leistungen. Umfang: circa eine Seite.
  • Beide Berichte sollen außerdem auch auf die Förderung an sich eingehen, bspw. welchen Nutzen sie bringt bzw. brachte. Denn positive Rückmeldungen helfen, zukünftige Fördergelder zu sichern. Gerne können an dieser Stelle auch Verbesserungsanregungen und konstruktive Kritik geäußert werden, um das Stipendienprogramm zu optimieren.


Hinweise zur Online-Bewerbung

Das Online-Bewerbungsportal öffnet am 25.01.2021.

Innerhalb einer Stunde nach Ihrer Registrierung für die Online-Bewerbung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Aktivierungslink. Erst nach der Aktivierung Ihres Accounts können Sie sich online bewerben. Sie können Ihre Bewerbung im Bewerbungszeitraum, d.h. bis spätestens 17.03.2021, zwischenspeichern und mit Ihren Registrierungsdaten jederzeit erneut abrufen und bearbeiten. Das Portal ist bis zum 17.03.2021 12:00 Uhr mittags geöffnet.

Bitte überprüfen Sie vor Absenden der Bewerbung unbedingt die Vollständigkeit und die Richtigkeit der Unterlagen.

Sobald Sie Ihre Bewerbung abgeschickt haben, erhalten Sie eine automatische Eingangsbestätigung. Über Bewilligung oder Ablehnung werden Sie nach Abschluss des mehrstufigen Begutachtungsverfahrens (voraussichtlich Ende Juli) schriftlich benachrichtigt. Die Entscheidung über die Förderung wird unter Hinzuziehung der Gutachten und der Stellungnahmen der Fakultäten vom Vizepräsidium für Internationales und Diversity zusammen mit der Universitätsfrauenbeauftragten getroffen.

Bitte nutzen Sie unser Online-Bewerbungsportal.
Please use our online application form.

Im unteren Seitenabschnitt des Online-Bewerbungsverfahrens können Sie jederzeit zwischen Deutsch und Englisch wählen:

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Nachfragen zum Bewerbungsverfahren

Weitergehende Fragen zum Bewerbungsverfahren beantwortet Ihnen Frau Kolb. 
Bitte richten Sie Anfragen per E-Mail an frauenbeauftragte@lmu.de, da das Büro aufgrund der gegenwertigen Infektionslage nur unregelmäßig besetzt ist.


*1) Prof. Stefan Endres aus der medizinischen Fakultät empfiehlt dieses Format. Wir überlassen es den einzelnen Fachdisziplinen, wie sie ihr Publikationsverzeichnis gestalten.

Stand: August 2021