Universitätsfrauenbeauftragte
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Drei Fragen an...

10.01.2020

Prof. Dr. Barbara Lindemann

Fakultätsfrauenbeauftragte der Fakultät 11
(Fakultät für Psychologie und Pädagogik)

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1. Mit welcher Motivation haben Sie das Amt der Frauenbeauftragten übernommen?

In meinem Studium bin ich Fragen zur geschlechtsspezifischen Sozialisation und deren Auswirkungen begegnet und habe mich in diesem Zusammenhang sehr intensiv mit dem Konzept von Doing Gender beschäftigt. So habe ich u.a. eine Arbeit zur Darstellung von weiblichen Rollen in den James Bond-Filmen in den einzelnen Jahrzehnten verfasst. Seitdem beschäftigt mich das Thema Rollenbilder und deren Effekte sowohl im beruflichen als auch im privaten Umfeld. Das Amt der Frauenbeauftragten begreife ich als Chance die oft als selbstverständlich genommen Zuschreibungen und strukturellen Gegebenheiten zu hinterfragen und als Ansprechpartnerin bei Fragen und Problemen zur Verfügung zu stehen.

2. Welche Erfahrungen haben Sie im Amt gemacht und (wie) hat es Ihre Sichtweise auf Universität und Wissenschaft verändert?


Obwohl unsere Fakultät dem Amt der Frauenbeauftragten positiv gegenübersteht und Fragen der Gleichberechtigung sehr ernst nimmt, erlebe ich doch an den unterschiedlichen Stellen das latente Vorherrschen traditioneller Rollenmodelle oder patriarchal geprägte Strukturen im Wissenschaftssystem.

3. Welche Projekte und Ziele sind Ihnen besonders wichtig?


Ein Bewusstsein für mögliche alltägliche Benachteiligungen von Frauen zu schaffen und dagegen zu wirken sowie eine Erhöhung des Frauenanteils in der Professorenschaft zu erreichen.